Round the world

Roadtrip Australia

(27.03.2002)

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Parlament
Parlament

Mittlerweile habe ich es (mit fast einmonatiger Verspätung) geschafft, Sydney zu verlassen und auf meine große Rundreise aufzubrechen!! Es war nicht leicht, Mona Vale und die Familie Collins zu verlassen, zu sehr fühle ich mich dort wieder zuhause.
Seit gestern bin ich also unterwegs, zusammen mit Roel, einem Holländer, den ich in Thailand kennen gelernt habe. Nachdem wir es beinahe nicht geschafft hätten, aus Sydney herauszufinden, sind wir mittlerweile doch hier in Canberra, der Australischen Hauptstadt angelangt. Ganz problemlos war die die vierstündige Fahrt leider nicht, einer unserer Reifen hat nach nur etwa 2000km den Geist aufgegeben...
Canberra ist eine komplett geplante Stadt und daher sehr "aufgeräumt", aber nicht kalt und unmenschlich. Das Parlament ist ein sehr modernes und architektonisch interessantes Gebäude, in dem wir allerdings nur 10 Minuten verbringen konnten, da wir recht kurz vor der Schließung ankamen.
Heute verbrachten wir ein bisschen Zeit in dem hochinteressanten National Museum of Australia. Dieses Museum ist erst ein Jahr alt und ein echtes Paradebeispiel für ein modern und spannend aufgemachtes Museum. Es erzählt von dem Land, der Geschichte und den Menschen Australiens.
Da wir (ein Holländer und ein Schwabe) natürlich so wenig Geld wie möglich ausgeben wollen, war schnell klar, dass wir einfach im Auto schlafen würden. Das Problem, dass sich hier ergibt ist folgendes: Um noch mehr Geld zu sparen, wollen wir selbstverständlich auch nicht Essen gehen, sondern unsere Mahlzeiten selber kochen. Ach ja, und eine Dusche wäre von Zeit zu Zeit auch angebracht. Lösung: Wir erschnorren uns einfach den Zugang zu Küche und Bad! Gesagt getan: Die junge Frau an der Rezeption des City Walk Hostels war von unserem Charme so überwältigt, dass sie uns die Küche (die meisten Hostels hier in Australien haben eine Gemeinschaftsküche) und die Dusche kostenlos benutzen lässt. Und die Übernachtung im Auto war ja ohnehin kostenfrei...
Jetzt sind wir dabei, zu planen, ob wir direkt nach Melbourne fahren oder noch einen Abstecher in die Snowy Mountains machen sollen, Australiens einziges Skigebiet.
Im Prinzip war diese Idee ja nicht schlecht, da die Snowies wohl auch im Sommer wunderschön sind und viel Abwechslung bieten. Mit unserem Glück war es leider aber nicht so weit her: Ja, wir haben die Snowy Mountains gesehen, allerdings in strömenden Regen. Glücklicherweise ließ der Regen am Abend etwas nach, da mein wunderbares Fahrzeug leider nicht komplett wasserdicht ist.
Nach einer kalten Nacht steht ja niemand gerne früh auf, besonders ein 20 Jahre altes Auto: Nach einem kurzen Aufheulen starb der Motor wieder ab und Roel gelang es, ihn völlig absaufen zu lassen und dann (durch vermehrte Anlassversuche) auch noch die Batterie zu killen. Immerhin fanden wir zwei Stunden später ein paar nette Leute, die uns Starthilfe geben konnten, kurz bevor es wieder zu schütten anfing.
Nach erfolgreicher Durchquerung der australischen Alpen steuerten wir unsere Schrottlaube wieder zurück auf den Highway in Richtung Melbourne, wo wir dann auch so gegen 21 Uhr ankamen (natürlich im Regen).
Hier in Melbourne haben wir fantastischer Weise eine Übernachtungsmöglichkeit mit einer Freundin der Familie Collins, so dass wir uns die Suche nach einem Hostel oder einem ruhigen Parkplatz (zwecks Übernachtung im Auto) sparen konnten. Was uns nicht erspart blieb, war die zweistündige Suche nach South Blackburn, wo wir unser Bett für die Nacht hatten. Nach vielen Irrungen durch das nächtliche Melbourne gelang es uns auch, zu unserem Ziel zu finden und wir kippten, nach fast 500 Kilometern auf der Strasse, in ein herrlich weiches Bett.



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