12000 Äpfel pro Tag.
Das war meine durchschnittliche Tagesleistung, bevor mich nach drei Tagen die Lust verließ und ich meinen Job aufgab.
Auf meinen schlechten Reifen (vorne links: das völlig glattgefahrene Ersatzrad, vorne rechts: der Reifen der immer in der Rechtskurve quietscht) schleppte ich mich die gut 300 Kilometer nach Perth, nachdem mir die billigsten Reifen in Manjimup mit $100 pro Stück einfach zu teuer waren.
Bis ganz nach Perth schaffte ich es nicht, ich blieb erst einmal in Fremantle, dem Hafen von Perth hängen. Fremantle ist ein wunderbar lebendiger Ort, wo ich den Nachmittag damit verbrachte, mich auf dem Markt herum zu treiben, Straßenkünstlern zuzuschauen und Kaffee zu trinken. Die Nacht verbrachte ich auf einem kleinen Parkplatz auf der Hafenmauer.
Am nächsten Tag traf ich mich mit Lisa in Perth und als ich das Auto auf dem Geheimtip-da-kostenlos-Parkplatz abstellte trafen wir auch noch Roland.
Die folgenden Tage in Perth sahen meistens so aus, dass wir nach einem späten Frühstück mit dem kostenlosen Bus in die Stadt fuhren, dort in der Fußgängerzone herumhingen, in die Bücherei für kostenloses Internet gingen oder uns in diverse Hostels schlichen um zu duschen.
Aber obwohl Perth eine wirklich schöne Stadt ist, hatten wir nach ein paar Tagen genug davon und sattelten die Pferde, äh betankten das Auto und fuhren gen Norden. Roland musste leider da bleiben, er versucht (vermutlich noch immer) sein Auto an den Mann zu bringen...