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Karijini National Park

(20.05.2002)

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Karijini Nationalpark
Karijini Nationalpark

Schwarz-Weiß-Baum
Schwarz-Weiß-Baum

Karijini Nationalpark
Karijini Nationalpark

Karijini Nationalpark
Karijini Nationalpark

Karijini Nationalpark
Karijini Nationalpark

Tote Kuh
Tote Kuh

Autoschatten
Autoschatten

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Exmouth war der nordwestlichste Punkt meiner Reise durch Australien, von jetzt an geht es wieder in Richtung Osten. Die nächste Attraktion auf meiner Liste war der Karijini National Park, gut 300 Kilometer inland. Dies war auch das erste Mal, dass ich mich so weit von der Küste entfernt habe.
Die Fahrt war anfänglich relativ ereignislos doch das änderte sich, als wir eine kleine Abkürzung nahmen. Diese Abkürzung sparte uns zwar fast 100 Kilometer, war allerdings auch über ungeteerte Straßen. Dies schien anfänglich kein Problem zu sein, doch je weiter wir fuhren, umso schlechter wurde der Zustand der Straße. Außerdem wurde es dunkel und die immer größer werdenden Schlaglöcher waren immer schlechter zu sehen.
Nach einem besonders garstigen Loch in der Straße hörte ich ein lautes Zischen und musste feststellen, dass einer meiner neuen Reifen einen langen Riss hatte! Reifenwechseln kann ich mittlerweile ja ganz gut, deswegen dauerte es trotz Dunkelheit nur ein paar Minuten. Das war auch gut so. Die Gegend war irgendwie unheimlich.
Wir schafften es aber heil nach Tom Price zu kommen, wo wir eine Nacht im Auto in einer Seitenstraße verbrachten. Hier in der der Gegend gibt es riesige Eisenminen und Tom Price ist eine echte Bergarbeiterstadt mitten im Nirgendwo.
In Tom Price angekommen viel mir ein starker Benzingeruch am Auto auf und als ich zur Überprüfung unter dasselbe kroch, musste ich feststellen, dass wohl ein Stein auf der Schotterstraße (siehe oben) ein Loch in den Benzintank geschlagen hatte. Es war zwar nicht sehr groß, aber einen ständigen Strom von Benzintropfen konnte ich sehen. Da Tom Price kein all zu großer Ort ist, gibt es dort auch nur zwei Werkstätten, die beide schwer beschäftigt waren, so dass wir fast eine Woche dort feststecken würden. Als Notfall-Tipp sagten sie mir aber, dass ich einfach alle paar Stunden Seife auf das Loch schmieren sollte, das würde das Leck schon abdichten bis es repariert würde...
Von Tom Price aus sind es noch etwa 50 Kilometer nach Karijini. Die Landschaft hier ist hügelig, die Farben rot und graugrün dominieren. Roter Felsen und Sand, dazwischen das trockene Grün der niedrigen Büsche und Eukalyptusbäume. Alles ist staubig, besonders die ungeteerten Straßen. Nach 30 Kilometern waren wir komplett mit rotem Staub bedeckt, er hängt in den Haaren und lässt die Haut sehr sonnengebräunt aussehen. Abwaschen lässt er sich nicht ohne weiteres, nur mit heißem Wasser, viel Seife und einer Bürste wurde ich (5 Tage später, in Port Hedland) wieder sauber.
Das rote Land wird von tiefen Schluchten durchschnitten die in der Regenzeit reißende Ströme, jetzt in der Trockenzeit nur kleine Bäche sind. Diese "gorges" kann man zu Fuß erkunden, das Wasser in den Becken ist eiskalt, da wenig Tageslicht den Boden der Schluchten erreicht.
Wir kletterten durch einige dieser tiefen Täler, deren Wände manchmal 100 Meter hoch sind und dabei nur zwei bis drei Meter breit.
Außer den gorges gibt es wunderschöne Seen und Wasserfälle (wo wir uns zum Glück waschen konnten, Trinkwasser gibt es im Park nur sehr wenig).
Nach drei Tagen im Park machten wir uns wieder auf den Weg und fuhren 300 Kilometer gen Norden nach Port Hedland, einem Hafenort, wo ein großer Teil des Eisenerzes was hier in der Gegend abgebaut wird, verschifft wird. Besonders begeisternswert ist der Ort nicht, aber wenigstens war das Benzin und das Bier wieder etwas billiger. Nicht das wir Bier getrunken hätten, das kostet zu viel...



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