Von Port Hedland nach Broome sind es genau 600 Kilometer. Das ist etwas mehr als die Strecke München - Berlin. Der Unterschied zu Deutschland ist nur der, dass es auf der Strecke hier im Nordwesten Australiens keinerlei Orte und nur zwei Tankstellen gibt. Die einzige Abwechslung auf dieser langen Fahrt sind die Roadtrains die uns, da wir nur mit ökonomischen 90 km/h fahren, immer wieder überholen. Diese "Straßenzüge" sind bis zu 54 Meter lang, haben bis zu 4 Anhänger und wiegen bis zu 140 Tonnen...
Broome ist ein kleiner Ort westlich der Kimberleys im Nordwesten Australiens. Mittlerweile scheint er hauptsächlich vom Tourismus zu leben, früher gab es hier eine blühende Perlenindustrie.
Wir verbrachten ein paar Tage damit vom Strand zum Ort und zurück zu pendeln, am Pool in diversen Hostels zu liegen (und natürlich im Auto zu schlafen) und damit mir meinen Kopf zu rasieren.
Zuerst schnitt mir Lisa mit einer extra zu diesem Zwecke gekauften Bastelschere (Coles Supermarkt, $1.60) die Haare auf wenige Millimeter ab. Im zweiten Schritt wurden diese Haarreste mit Hilfe eines (oder genauer gesagt zweier) Einweg-Nassrasierer komplett entfernt, so dass ich jetzt mit einer polierten Glatze herumlaufe, was in diesem Wetter eigentlich gar nicht so praktisch ist (Sonnenbrandgefahr).
Am letzten Abend bevor wir weiter gen Osten fuhren, gingen wir in das Freiluftkino in Broome, das es schon seit 1916 gibt. Hier sitzt man in bequemen Liegestühlen, halb im Freien, halb unter Dach, und geniest seinen Film.
Hier in Broome schafften wir es auch, zwei weitere Mitfahrer zu finden, Oliver aus Argentinien und Dan aus Israel. Das Auto war zwar so recht voll (ein Rucksack musste sogar aufs Dach), dafür waren die Kosten niedriger und der Spaß vervielfacht!