on a horse with no name

Heute morgen haben wir uns also wie geplant einen feschen niegelnagelneuen Motoroller ausgeliehen um die Gegend um Kampot herum zu erkunden. So machten wir uns zusammen mit Steffen aus dem Saarland auf den Weg um kurze Zeit später das erste mal anhalten zu müssen, da sein Roller nicht mehr wollte. So trennten wir uns und Johannes hat uns sicher über die gut ausgebaute Straße zu unserem ersten Ziel, Phnom Chngook, einer der vielen Höhlen in der Gegend, gebracht. Mit Hilfe der vielen anströmenden Kinder, die alle gleichzeitig aufs Moped aufpassen und unsere Führer sein wollten, wagten wir uns in die Höhle hinein. Dort stießen wir auf einen gut erhaltenden Tempel aus dem sechsten Jahrhundert, der aus Angst und Aberglauben sogar von den Roten Khmer verschont blieb. Nachdem wir uns durch die labyrinthartigen Gänge zwängten und jedem der kleinen Gehilfen seinen Anteil zukommen lassen haben machten wir uns auf die Weiterfahrt…..bis diese nach einer kurzen Weile von einem überaus deutlichen Pffffffttttttttttt unterbrochen wurde. Hinterreifen platt. Mitten in der Pampa. In der glühenden Mittagshitze. Neues Moped. Tag gelaufen ging es uns durch die Köpfe. Aber der per Fahrrad hinterherkommende Höhlenführer brachte uns nach circa einem Kilometer Schieben zu einer kleinen Werkstatt, wo der Schaden innerhalb vom fünf Minuten für ┬┤nen Vierteldollar behoben war. So ging es guten Mutes weiter nach Kep, einem kleinen Küstenstädtchen welches von den Franzosen zu Beginn des letzten Jahrhunderts zu einer Miniaturausgabe der Cote d`Azur gebaut und 1975 von den Khmer Rouge dem Erdboden gleich gemacht wurde. So gab es dort noch ein paar zerschossene Villen und einen ungefähr 200 m langen, künstlichen Sandstrand zu sehen. Von Kep aus ging unser Zweiradtrip weiter nach Kampong Trach, ebenfalls Standort eines großen Höhlensystems. Über lange staubige Wege ritten wir durch die ländliche Idylle und wir konnten das wahre Kambodscha abseits der Touristrecken sehen…weite trockene Felder gesäumt mit Holzhütten und vielen Tieren….der Anblick des Ganzen muss inmitten der strahlend grünen Reisfelder in der Regenzeit einfach umwerfend sein. Am Ziel dieses Stückes wurden wir schon von einer kleinen Höhlenexpertin nebst noch kleinerem Anhang in Empfang genommen und durch ein winziges Loch in circa 30 m Kletterhöhe ins Innere des Berges geführt…über waghalsige Treppenkonstruktionen kletternd boten sich uns bizarre Steinformationen in Formen von Schildkröten, Elefanten, Kühen und Reisfeldern. Es ist erstaunlich, welche Formen das Wasser im Laufe der Zeit kreiert hat. Von der anderen Seite konnte man das Innere des Berges durch einen buddhistischen Tempel begehen und so gelangten wir auch in die kraterartige Mitte des Felsens. Nachdem wir uns noch ein paar kleine Höhlen angeschaut haben ging es wieder zurück in Richtung Kampot, wo wir gegen fünf Uhr mit geschundenen Rücken und Hinterteilen den Roller zurückgaben. Nun steht bald wieder Rucksack packen an, da wir uns morgen beizeiten auf den Weg nach Phnom Penh machen, um dort am Montag unsere Famulatur anzutreten.
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Eine Reaktion zu “on a horse with no name”

  1. Jerry

    Hi Johannes and Silvio
    we are enjoying your reports and hope you are having fun, also helping children makes this a very good cause !
    Jerry and Linda