die letzten Tage

Nachdem wie die letzte Woche außerhalb von Phnom Penh verbracht haben, stand nun unser letztes Wochenende hier an. So nutzten wir es auch dementsprechend um nochmal möglichst viele Eindrücke zu sammeln. Samstag entschlossen wir uns, den königlichen Palast zu besichtigen und sind dementsprechend motiviert dorthin gefahren um vor Ort festzustellen, dass wir uns noch zwei Stunden in der Mittagshitze gedulden  müssen bis die Anlage um 14 Uhr wieder geöffnet wird. Nachdem wir diese Zeit dann erfolgreich mit Eiskaffee und Cola totgeschlagen haben ging es also in den besagten Palast. Sehr viel bekam man von den königlichen Residenz leider nicht zu sehen, aber trotzdem erhaschten unsere Augen zahlreiche Pagoden und Tempel inklusive der Silberpagode. Dabei handelt es sich um einen Tempel, der mit ca. 5000 Silbertafeln ausgekleidet ist ( die unter belgischen Teppichen geschickt versteckt werden). Außerdem befindet sich in dieser Pagode ein Buddha aus Jade und einer aus 90 Kilogramm Gold, besetzt mit unzähligen Diamanten. So gab es also jede Menge zum Bestaunen.

Den Sonntagvormittag hab ich genutzt um die Killing Fields vor den Stadtgrenzen Phnom Penhs zu besuchen. Dabei handelt es sich um die Massengräber aus den Zeiten des Khmer Rouge-Regimes. Es war ein sehr seltsames Gefühl zwischen all den ausgehobenen Gräbern zu laufen und dabei den Vögeln beim Zwitschern zuzuhören. Wäre man sich nicht der schrecklichen Geschichte dieses Ortes bewusst, könnte man ihn fast für beschaulich halten. Ein Großteil der zwischen 1.5 und 3 Millionen Menschen, die den Roten Khmer zum Opfer fielen, wurden hier auf bestialische Weise umgebracht. So gibt es zum Beispiel einen großen Baum, an dem besonders sadistische Soldaten kleine Kinder erschlagen haben. Auch wurden die Leute einfach vor die großen Gruben gepackt und dann erschlagen, um Munition zu sparen. Nach dem Regimeende und der Entdeckung der Massengräber wurde eine große Stupa errichtet, in der geordnet nach Alter und Geschlecht zahllose Schädel bis unter das Dach gestapelt sind. Es war insgesamt ein bedrückender Besuch welcher das unendliche Leid, das dem Volk hier wiederfahren ist, in voller Kraft präsentierte.

Den Nachmittag haben wir dann ein weiteres Mal in dem großen Russenmarkt verbracht um uns auf die Suche nach dem ein oder anderen Schmuckstück zu machen. Zufälligerweise trafen wir dort auch unser Ärzteteam aus Kampong Cham und konnten so mit ihnen noch ein letztes kühles Bierchen genießen. Gestern Abend wurden wir von Dr. Jim und seinem Team anlässlich zweier Geburtstage zu einer gemütlichen Bootstour auf dem Tonle Sap mit einem leckeren Buffet und vielen kühlen und schmackhaften Getränken eingeladen. Es war sehr interessant dort die verschiedensten Nationalitäten (Australier, Amerikaner, Franzosen, Engländer, Schweden, Malayen, wir Deutschen und natürlich die Kambodschaner) und ihre Geschichte zu sehen und zu hören. Insgesamt also ein sehr gelungener Abend den wir anschließend noch in einer Bar an der Riverside ausklingen ließen. Nun trudeln unsere letzten drei Tage im Childrens Surgical Centre an, bevor es am Samstag so langsam aber sicher wieder in Richtung Thailand und der Heimat geht.

Alte VillaDie ÄrzteElefant IElefant IISeideKilling Fields VIIIUnterwegsKilling Fields IIIKilling Fields IIKilling Fields IKilling Fields VKilling Fields IVKilling Fields VIIKilling Fields VIKönigspalast IIIKönigspalast IIKönigspalast IVergnügungsparkMekongFrühstück